Der Einrichtungsstil im Scandi-Look ist mit seiner nordischen Gemütlichkeit nicht erst seit gestern der absolute Oberknaller. Schon seit einigen Saisons bereitet uns dieser Wohntrend ziemlich viel Freude und stellt unser dekoratives Können unter Beweis.

Ich bin ziemlich froh darüber, dass Hygge und Minimalismus ihr Unwesen im Interior-Bereich treiben!

Kennst du eigentlich den Grundgedanke hinter dem skandinavischen Design? Hinter der skandinavischen Art zu leben steckt der Leitsatz, dass schöne und funktionale Einrichtungsgegenstände für jeden erschwinglich sein sollen. Diese Idee wurde unter anderem auch von Ikea-Gründer Ingvar Kamprad aufgegriffen.

Es ist diese nüchterne Einfachheit, die mich fasziniert – genau deshalb liebe ich den skandinavischen Stil so sehr!

Mit ein paar kleinen Tipps, kannst auch du deine vier Wände ganz easy im Look der Schweden stylen!

Mittlerweile wohnen wir nun schon seit über drei Jahren gemeinsam in unserer Wohnung. Nach und nach versuche ich den Scandi-Stil in jedem Zimmer umzusetzen, dabei werden auch ganz strikt einige Möbelstücke, die noch aus meinem Jugendzimmer stammen, rigoros aussortiert. Es ist noch längst nicht alles so wie ich es gerne hätte. Eine Wohnung komplett nach seinen Vorlieben und Wünschen zu gestalten ist ein absolutes Langzeitprojekt, was mir wirklich sehr viel Spaß bereitet. Sobald ich in einem Laden mit schönen Möbeln und Dekoration stehe, muss ich mich wirklich zurückhalten, um bei mir zu Hause nicht alles neu einrichten zu wollen. Dennoch versuche ich meinem Stil, ein Mix aus skandinavischem Chic und alten Fundstücken, stets treu zu bleiben.

Doch was bedeutet es eigentlich, skandinavisch zu wohnen?

Die folgenden sechs Tipps sind als Inspiration gedacht und lassen sich je nach Belieben individualisieren. Der skandinavische Stil wirkt immer etwas reduziert, zurückhaltend und schon fast ein wenig nüchtern. Klare Formen & Linien, gedämpfte Farbtöne, ein wenig Geschick und ein gutes Auge für Dekoration machen den Look aus.

1. Weiße Basis schaffen

Bis vor wenigen Jahren war ich immer der Meinung, dass eine weiße Wandfarbe viel zu kühl ist und immer diesen typischen Arztcharakter vermittelt. Tatsächlich aber lassen weiße Wände, Decken und sogar weiße Böden dein Zuhause viel größer und heller wirken und bringen sogar Ruhe in die Räume. Wer hätte das gedacht? Skandinavier lieben helle Töne, welche das Licht in alle Ecken reflektieren. Zusätzlich bietet dir die weiße Basis eine große Vielfalt an Dekorationsmöglichkeiten. Je nach Lust und Laune lassen sich die verschiedensten Farbkonzepte realisieren. Und hast du doch mal die Nase voll, dann lassen sich weiße Wände ganz easy überstreichen!

2. Ordnung halten

Schaffe Ordnung und somit Raum zur Entfaltung des skandinavischen Stils! Trenne dich von belanglosen Dingen, die du eh nicht mehr verwendest oder benötigst. Je mehr du ausmistest, desto besser! Das Augenmerk sollte auf der Dekoration liegen und auf Dingen, die du liebst, die du gerne benutzt und hinter denen vielleicht sogar eine Geschichte oder Erinnerungen stecken! Das lässt dein Zuhause nicht nur aufgeräumter wirken, sondern verleiht deinen vier Wänden auch mehr Persönlichkeit. Ich kann dir hier das Prinzip „Magic Cleaning“ von Marie Kondo ganz besonders ans Herz legen.

3. Investiere in Design-Klassiker

Natürlich sollte deine Wohnung weiterhin praktisch sein – du wohnst ja schließlich darin. Ausschließlich in teure Designermöbeln zu investieren ist also auch Quatsch. Aber: Dein Zuhause sollte Charakter haben und dich widerspiegeln! Ich selber habe in meiner Studentenzeit auch gerne beim schwedischen Möbelriesen eingekauft, da es der Geldbeutel eben nicht anders zuließ. Das ist auch völlig okay! Allerdings gibt es für mich nichts Schlimmeres, wenn jede Wohnung gleich aussieht und man keine Persönlichkeit und Liebe zum Detail spürt. Ab und an gönne ich mir deshalb ein Investment-Piece und gebe dafür auch gerne etwas mehr Geld aus. Zuletzt habe ich mir beispielsweise die Garderobe „Hang ist all“ von Vitra spendiert. Wie schon erwähnt, ist meine Wohnung ein Langzeitprojekt und ich kaufe alles nach und nach. Sogenannte Investment-Pieces sind Designer Möbel oder Dekoration, die relativ teuer sind – sie überzeugen vor allem durch eine gute Qualität, einem zeitlosen Look und verleihen dem Raum Charme und Charakter. Mittlerweile kaufe ich nur noch Dinge, die ich wirklich liebe und die zu mir und meinem Stil passen. 

4. Mut zur Einfachheit

Der skandinavische Stil ist Minimalismus pur! Stopfe deine Räume bloß nicht mit zu viel Dekoration und Staubfängern voll, sondern setze Akzente – auch farblich! Der Trick eines gemütlichen Scandi-Looks liegt in seiner Einfachheit. Strenge Linien sind stets präsent und die Form folgt der Funktion. Liebevolle Details und einzelne Stücke bekommen viel Raum, um besonders gut wirken zu können. Auch der Mix macht’s: Du kannst Muster verwenden, aber lasse es nicht zu bunt und überladen werden, sonst sieht es schnell nach Kindergeburtstag aus. Bleibe immer in einer Farbfamilie und werte deinen Raum durch metallische Effekte wie Kupfer oder durch verschiedene Texturen wie Kunstfell, Grobstrick oder Spitze auf.

5. Finde das richtige Design-Thema 

Wähle für deine Wohnung ein grobes Design-Thema, mit dem du dich identifizieren und welches du in deiner Wohnungsdekoration gut umsetzen kannst. Das Thema verläuft wie ein unsichtbarer roter Faden durch deine vier Wände und lässt am Ende ein großes Ganzes entstehen. So fällt es dir leichter neue Interior-Pieces zu kaufen, wenn du gerade Lust auf etwas Neues hast, aber nicht so richtig weißt, was eigentlich passen könnte! 

6. Schaffe Gemütlichkeit

Auch mit einem minimalistischen Wohnstil im Scandi-Look können wir selbstverständlich Gemütlichkeit in unser Zuhause bringen. Da die langen Winter in Skandinavien sehr dunkel sind, sind Helligkeit und Wärme hier ein besonders wichtiges Thema. Für ein Wohnzimmer im nordischen Stil sind daher viele Kerzen, Leuchten und große Fenster ideal. Aber auch mit warmen Materialien wie Holz kannst du eine gemütliche Atmosphäre schaffen. Für viele Interior-Fans bedeutet skandinavisch wohnen – im Einklang mit der Natur leben. Und das stimmt! Die Skandinavier leben sehr naturverbunden. Dies spiegelt sich auch im skandinavischen Wohnstil wider: Bei der Einrichtung greifen sie gerne auf heimische Hölzer wie Birken, Kiefern und Fichten zurück. Auch Dekoration im Scandi-Stil wird zum Großteil aus Naturmaterialien wie Leinen, Baumwolle und Leder gefertigt.

Hier noch einmal alle Tipps zusammengefasst, wie du selbst skandinavisch wohnen kannst:

  1. Sorge in deiner Wohnung für Helligkeit – zum Beispiel durch weiße Wände, Leuchten, viele Kerzen und große Fenster.
  2. Vermeide Chaos und trenne dich von belanglosen Dingen.
  3. Bei den Accessoires gilt: Design-Klassiker sind der Knaller.
  4. Verwende einfache, deutliche Linien und schaffe durch Farbakzente ein harmonisches Gesamtbild.
  5. Kreiere für deine Wohnung ein Design-Thema, mit dem du dich identifizieren kannst.
  6. Wähle Holz und andere natürliche Materialien als Kernelement deiner vier Wände.

Hier findest du meine liebsten Interior-Pieces im Scandinavian Look, die auch schon bei mir einziehen durften:

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