Ich hasse Unordnung – schon immer! Bisher dachte ich wirklich, dass ich ein absoluter Ordnungs-Freak bin, aber dann habe ich das Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo gelesen und musste alle meine Aufräum-Prinzipien über Bord werfen! Nachdem ich mehr und mehr über ihre KonMari Methode erfahren hatte, packte mich die große Lust, den ganzen Krempel aus meinen vier Wänden zu entsorgen. Voller Feuereifer wurde alles aus den Schränken und Schubladen geholt und rigoros ausgemistet. Ich schleppte Säcke-weise Zeug aus meiner Bude – viele Dinge landeten im Müll, da sie für niemanden mehr brauchbar oder einfach nutzlos waren. Gut erhaltene Kleidung, Schuhe und Taschen spendete ich. Bücher und andere Sachen ließen sich prima für ein paar Euro verkaufen. Bis heute hält der ordentliche Zustand an. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass sich durch die KonMari Methode mein Lebensstil erheblich verändert hat. Und das macht Marie Kondo auch so besonders – sie verkauft nicht nur Ordnung und gute Ratschläge – sie verkauft einen Lifestyle!

Wer ist Marie Kondo?

Marie Kondo ist eine japanische Beraterin, Bestsellerautorin und für Insider die Ordnungs-Queen schlechthin! Ihre drei Bücher wurden in 27 Sprachen übersetzt und sie coacht Menschen auf der ganzen Welt, wie Aufräumen richtig funktioniert. Aktuell plant sogar Netflix eine Dokusoap mit der 32-Jährigen, die kürzlich von Tokio nach Kalifornien zog. Marie Kondo verkauft ihren Klienten das Aufräumen als eine Art Wellness-Kur. Sie bringt den Menschen bei, unliebsame Dinge loszulassen und kräftig auszumisten. Ihr Charme lässt das Ausmisten für viele nur noch halb so schlimm erscheinen und ihre guten Ideen kommen an.

Sicherlich hast du davon auch en masse zu Hause: von diesem ganzen Kleinkram, der sich über die Jahre hinweg irgendwie angesammelt haben muss?! Eigentlich können wir mit dem Krimskrams nicht mehr wirklich viel anfangen, aber uns davon zu trennen schaffen wir auch nicht. Schließlich hängen an den Dingen schöne Erinnerungen und wer wirft diese schon freiwillig weg? Aber eigentlich nervt dieser Klimbim, oder? Eigentlich müssten wir das Zeug auf der Stelle aussortieren, verstauen, organisieren und dann wäre alles tippi toppi. Überzeugte Nostalgiker suchen nach allen möglichen Ausreden, warum der Krempel doch behalten werden kann. Dabei muss das Zeug einfach nur weg!

Was steckt hinter der KonMari Methode von Marie Kondo?

Für viele ist Aufräumen einfach nur lästig und macht keinen Spaß. Mit ihrer weltweit erfolgreichen KonMari Methode verspricht Marie Kondo Ordnung für das ganze Jahr. Die japanische Königin des Aufräumens zeigt dir, was du künftig behalten kannst, was du wirklich brauchst und was du vielleicht neu kaufen solltest! Grundsätzlich geht Marie Kondo das Thema „Aufräumen“ schon etwas spirituell an und rät, alle Dinge in der Wohnung einmal in die Hand zu nehmen und auf das eigene Gefühl zu lauschen, ob der Gegenstand einem Freude bereitet oder eben nicht.

Wusstest du eigentlich, dass das Gehirn es mag, wenn es wenige visuelle Reize empfängt? Dadurch kann es sich besser auf Aufgaben konzentrieren. Du sollst besser schlafen können und kreativer sein. Auch die Lust auf eine gesunde Ernährung wird durch ein ordentliches Umfeld eher gefördert. Ist Aufräumen also mit Wellness gleichzusetzen?

Tatsächlich merke ich, dass ich durch meine Ordnung deutlich entspannter bin. Ich haben meinen Kopf nicht mehr voller Kram, den ich eigentlich längst erledigen müsste.

Das sind die 5 Aufräum-Tipps von Marie Kondo:

Mit diesen fünf Aufräum-Tipps von Marie Kondo schaffen es selbst absolute Ordnungsmuffel ihr Chaos zu beseitigen. Versprochen! Auch ich konnte vom Lifestyle-Coach Marie Kondo noch so einiges lernen und bin jetzt der totale Junkie im Ausmisten. Selbst im Keller habe ich nun die Ordnung, die ich immer wollte. Ein richtiger Befreiungsschlag. Ich habe gemerkt, dass mir das Abwerfen von unnötigem Ballast unheimlich gut tut und der perfekte Start in eine neue, aufgeräumte Zukunft ist. Meine Wohnung und ich fühlen uns ab jetzt viel ordentlicher! Glücksfaktor ist also garantiert.

Marie Kondo-Regel Nr. 1: Nach Kategorien aussortieren!

Marie Kondo geht beim Ausmisten nicht nach Zimmern vor, sondern nach Kategorien: Kleider, Bücher, Dokumente, Kleinkram, Erinnerungsstücke! Auch wenn es nicht ganz deinen Aufräum-Prinzipien entspricht – empfehle ich doch sehr, diese Reihenfolge einzuhalten. Du wirst mit der Zeit merken, dass es wirklich Sinn ergibt und total logisch ist. Bei Marie Kondo hat alles hat seinen eigenen Platz!

Marie Kondo-Regel Nr. 2: Sei beim Ausmisten konsequent!

Vielleicht und irgendwann gibt es nicht! Bei mir taucht dieses „vielleicht“ komischerweise immer dann auf, wenn ich meinen Kleiderschrank aussortiere: Vielleicht brauche ich dieses eine Kleid noch für ein Event oder vielleicht passe ich bald wieder in genau diese Jeans! Pustekuchen – sofort weg damit! Um sich darüber wirklich im Klaren zu sein, ist es beim Ausmisten superwichtig, die Sachen einer Kategorie alle auf den Boden zu werfen. Schranktüren, Schubladen usw. auf und raus damit! Das hat genau drei Gründe:

  1. Du realisierst, wie viele Klamotten, Kosmetika, Bücher, CDs, Magazine (oder was auch immer) du eigentlich besitzt.
  2. Nach der KonMari Methode nimmst du jedes Teil – und ja ich meine wirklich JEDES Teil – einmal in die Hand und lässt es auf dich wirken. Was bedeutet es dir? Welches Gefühl hast du dabei? Löst es nichts bei dir aus, dann kommt es auf den Haufen „nicht behalten“. Miste alles aus, was du seit Jahren nicht mehr benutzt hast, kaputt ist oder nur für „irgendwann“ aufgehoben wurde.
  3. Nach dem Ausmisten des Kleiderschrankes sortierst du deine Klamotten wieder ein. Aber: nicht wie gewohnt! Ab jetzt werden alle Kleidungsstücke, die sich in Schubladen und kleinen Kisten befinden, zuerst gerollt und im Anschluss „stehend“ gelagert. Das schafft vor allem Platz und auch Übersicht im Kleiderschrank.

Marie Kondo-Regel Nr. 3: Höre auf dein Herz!

Marie Kondo legt sehr viel Wert darauf, dass dich die Dinge, die du besitzt, auch tatsächlich glücklich machen. Natürlich könnten wir jetzt dagegen argumentieren und sagen, dass uns ein Staubsauger grundsätzlich nicht glücklich machen kann – aber hier befinden wir uns in einer Grauzone. In jedem Haushalt gibt es schließlich auch Dinge, die unser Herz nicht vor Freude hüpfen lassen – auch bei Marie Kondo! Und ganz ehrlich? Ich hatte zu Hause einen Staubsauger, der mich bei jeder Benutzung auf Level 180 gebracht hat. Er machte mich wirklich nicht glücklich. Was war die Lösung? Einen neuen kaufen, der glücklich macht! Seitdem sauge ich tatsächlich gern und das Ergebnis stimmt mich glücklich. So einfach ist das KonMari Prinzip.

Marie Kondo-Regel Nr. 4: Und tschüß!

Auch wenn ich grundsätzlich ein sehr ordentlicher Mensch bin, so herrschte bei mir doch oft das Prinzip: außen hui, innen pfui! Meistens bezog sich das auf meinen Keller. Hatte ich in der Wohnung aufgeräumt, habe ich anschließend einfach alles in den Keller gestopft, weil ich mich von den Erinnerungen nicht lösen konnte. Es fällt mir wirklich schwer, mich von Erinnerungsstücken zu trennen. So auch von Dingen, die ich mal geschenkt bekommen habe, die ich in meinem Leben aber eigentlich nicht gebrauchen kann. Meine Familie und Freunde wissen mittlerweile, dass sie mir nichts zum Geburtstag schenken sollen, was ich mir nicht ausdrücklich gewünscht habe. Nachher besitze ich etwas, was mich nicht glücklich macht und werfe es direkt in den Müll! Für wichtige Erinnerungsstücke empfiehlt Marie Kondo ein Stillleben zu kreieren – aber nur mit den Fotos und Andenken, die dir besonders viel bedeuten. Seit ich die Methode von Marie Kondo anwende, klappt es mit dem Ausmisten deutlich besser und auch Erinnerungen müssen hier und da schon mal weichen, die habe ich nun aber sowieso lieber im Kopf!

Marie Kondo-Regel Nr. 5: Weg mit dem Kleinkram!

Ja ja, dieser ganze verdammte Kleinscheiß! Damit hat mich die KonMari Methode wirklich eiskalt erwischt. Bei mir befanden sich in jeder Schublade Dinge, von denen ich keine Ahnung hatte, dass ich diese überhaupt besitze. Ich hatte hunderte Ladekabel, wusste aber nicht mehr zu welchem Teil sie ursprünglich gehörten. Im Keller türmten sich die alten Verpackungen von Elektrogeräten und das Kleingeld klimperte in sämtlichen Jacken- und Hosentaschen. Furchtbar! Für Kleinkram wie Schlüssel und Portemonnaie habe ich nun einen kleinen Korb auf dem Schuhschrank im Flur. Das Kleingeld wandert direkt in meinen Spartopf und meine Handcreme lagere ich ab jetzt bei den anderen Kosmetik-Artikeln im Bad.

Auch wenn ich es gerne ordentlich habe, so gehört Putzen mittlerweile immer noch nicht zu meiner Lieblingsbeschäftigung. Durch die KonMari Methode von Marie Kondo konnte ich aber einen erheblichen Ballast an Zeug abwerfen und mir so zu Hause viel mehr Raum schaffen. Dadurch ist nun auch das Staubwischen ganz fix erledigt und ich habe mehr Zeit für andere Dinge!

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