Plastik gibt es einfach viel zu viel – vor allem im Bad! Und obwohl vielen von uns die Problematik mit dem Verpackungsmüll durchaus bewusst ist, fällt das Umdenken oftmals doch ziemlich schwer. Auch ich muss zugeben, dass ich hier aktuell noch keine Heilige bin – momentan probiere ich viele Dinge aus und versuche zu reduzieren, wo es nur geht. Was mir allerdings besonders schwerfällt, ist mein Konsumverhalten in den Griff zu bekommen. Aiaiai! Das ist tatsächlich nicht so ganz ohne, aber machbar – irgendwie …

Zero Waste bedeutet für mich, Müll gar nicht erst entstehen zu lassen.

Hallo, ich bin Carolina und ein wahres Marketing- & Verpackungsopfer! Schön, dich kennenzulernen. Natürlich würde ich mich so niemals vorstellen, aber Menschen, die mich ziemlich gut kennen, wissen, dass ich gerne shoppen gehe und dementsprechend viel konsumiere – Klamotten, Kosmetik und, und, und. Zu meiner Verteidigung muss ich aber hinzufügen, dass ich mich mittlerweile etwas zügele und mein Geld tatsächlich nicht mehr nur für unnützes Zeug ausgebe. Aber hey, der fünfte rote Lippenstift hatte damals für mich wirklich eine große Bedeutung!

Bisher tat es mir immer weh auf viele Dinge verzichten zu „müssen“. Denn das war es für mich: ein Zwang. Und da mache ich sofort die Schotten dicht. Es muss sich gut anfühlen, ich muss es wirklich wollen, meine Recherche auf Google wird gestartet und dann kann ich mich dem Thema ganz langsam in Baby-Schritten nähern. So ähnlich erging es mir auch mit Zero Waste, Nachhaltigkeit und Minimalismus.

Nur die Wenigsten schaffen den Absprung sofort und können von heute auf morgen komplett plastikfrei leben und den unnötigen Abfall aus ihren vier Wänden eliminieren. Es ist wirklich schwierig ganz ohne zu leben. In den Supermärkten und Drogerien wird man ja regelrecht verfolgt. Mal eben schnell das Lieblingsshampoo mitnehmen oder die praktische Seife im Plastikspender, Duschgel, Peeling mit Mikroplastik – viel zu schnell landen solche Produkte in unserem Einkaufskorb. Alles ist nett eingeschweißt, Zahnbürsten, Einwegrasierer, die ganzen Make-Up-Produkte. Das Bad ist das reinste Plastikparadies.

Dabei kannst du mit kleinen Tipps und Tricks deinen Müllverbrauch reduzieren, ohne dass es weh tut. Mit wenigen To Dos kannst du bereits problemlos alle Plastikschleudern im Bad, die wir gewohnt sind, ersetzen.

Klingt nach einem Plan? Prima.

Dann wollen wir die Sache mit dem Zero Waste im Badezimmer doch einmal angehen – und keine Angst, du musst jetzt natürlich nicht dein Shampoo selbst herstellen oder auf Deo verzichten. Zu den Menschen aus der Nachhaltigkeitsbewegung, die ihre Pflegeprodukte in Eigenregie kreieren, werde ich aus Zeitgründen wohl niemals gehören. Shame on me! Aber so ist es nunmal. Das ist für mich nicht machbar und mit meinem Alltag nicht kompatibel. Finde ich aber überhaupt nicht schlimm, solange es andere Mittel und Wege gibt, um plastikfrei(er) zu leben. Es gibt nämlich auch ganz tolle Produkte zu kaufen, die ökologisch sinnvoll produziert wurden.

8 Tipps, um Plastik im Bad zu reduzieren

1.Wenn ich genauer darüber nachdenke, sind Abschminkpads eine ziemlich unschöne Sache. Jahrelang habe ich die in Plastik geschweißten Baumwolldinger verwendet, um Make-Up oder Nagellack zu entfernen. Aus purer Gewohnheit. Anschließend landeten sie im Müll. Was soll man auch sonst damit anfangen? Eine umweltfreundliche Alternative sind waschbare Abschminkpads aus Bio-Baumwolle oder Bambus. Nach mehrfachem Gebrauch kannst du diese bei 60° in der Waschmaschine reinigen. Eine umweltfreundliche Alternative zu den üblichen Einwegpads.

2.Ein Tipp, mit dem ich noch nicht ganz warm werde, der aber bei vielen Zero-Waste-Anhängern funktioniert – Zahnbürsten aus Bambus. Ich schwöre einfach noch zu sehr auf meine Schallzahnbürste. Wer aber generell ein Fan von Handzahnbürsten ist, wird diese Alternative lieben. Die Modelle aus Bambus sind komplett kompostierbar. Beim Kauf spenden viele Hersteller den Wert einer Zahnbürste für Naturschutzprojekte. Top! Da ich selbst meine elektrische Zahnbürste benutze, kommt dieses gute Stück als Reisezahnbürste in meine Sammlung.

3.Seien wir doch mal ehrlich: Shampoos und Duschgels sehen in ihren bunten Verpackungen zwar ganz nett aus, halten aber nicht lange und nehmen in der Dusche unheimlich viel Platz weg. Das geht doch besser! Und zwar mit festen Seifen. Die sind einfach viel ergiebiger und im Umkehrschluss auch günstiger. Ich liebe zum Beispiel meine Haarseife, die es mittlerweile sogar in jeder Drogerie gibt – in vielen tollen Düften und für verschiedene Haartypen. Ein paar coole Tipps zur Anwendung, findest du in dem Instagram-Post, den ich dir hier verlinkt habe:

https://www.instagram.com/p/BwJ_-Aonp2D/

4.Darüber habe ich bisher eigentlich noch nie nachgedacht, aber ja: auch meine Bürste ist aus Plastik. Ich könnte schwören, dass es bei dir genauso ist. In den meisten Badezimmern sind die Bürsten und Kämme alles andere als plastikfrei. Da es sich hier in der Regel nicht um ein Wegwerfprodukt handelt, musst du es natürlich nicht direkt entsorgen. Aber solltest du dir irgendwann einmal ein neues Haar-Tool zulegen wollen, sind Bürsten und Kämme aus Holz oder Bambus nicht nur optisch sehr hübsch, sondern auch ziemlich robust.

5.Als Teenager nannte ich zahlreiche Einwegrasierer mein Eigen. Später dann die etwas „stabilere“ Variante aus Plastik mit Gel-Kissen. Wirklich lange gehalten hat weder das Eine noch das Andere. Sie waren einfach nur sehr praktisch. Dennoch habe ich Monat für Monat viele Euros investiert, um meine Haare entfernen zu können. Seit ein paar Wochen bin ich großer Fan eines sogenannte Rasierhobels. Die tollen Teile sind plastikfrei, lange haltbar und superscharf. Passend dazu lässt sich der Rasierschaum aus der Dose durch Rasierseife ersetzen – beispielsweise aus Schafsmilch mit Bioölen.

https://www.instagram.com/p/BzP9rlyIlFl/

6.Tampons, Binden, Menstruationstasse – für uns Frauen hat sich die Industrie ganz viele tolle Dinge überlegt. YAY! Die Menstruationstasse ist so gar nicht mein Fall. Damit komme ich überhaupt nicht zurecht und fühle mich untenrum absolut unsicher. Stattdessen bleibe ich bei Tampons, die es mittlerweile aber auch aus Bio-Baumwolle gibt. Teilweise kannst du diese auch schon in der Drogerie kaufen, online oder beim Bio-Laden um die Ecke. Einen Unterschied zu den herkömmlichen Produkten in puncto Saugfähigkeit habe ich bisher null bemerkt.

https://www.instagram.com/p/BklD28Tga1G/

7.Eine Sache, die ich niemals missen möchte, ist mein Deo. Ich schwitze grundsätzlich nicht viel, aber nach der Dusche, im Sommer oder nach dem Sport muss es einfach sein. In der Drogerie habe ich bisher noch keine wirkliche Alternative gefunden, dafür aber online: Deocremes im Glas. Hierbei handelt es sich um ein natürliches Deodorant ohne Aluminiumsalze, Alkohol, Nanozink und künstliche Duftstoffe. Sehr ergiebig und hält langanhaltend frisch. Pluspunkt: Kann sogar für die Fußpflege verwendet werden.

8.Ein Muss in meinem Badezimmer sind Wattestäbchen. Allerdings nicht die Variante mit Plastikstiel, sondern aus Bambus oder Pappe. Immerhin sind diese biologisch abbaubar ist. Möchtest du noch einen Schritt weitergehen, sind Ohrenreiniger aus Bambus oder Edelstahl eine tolle Alternative. Diese kannst du abwaschen, immer wieder verwenden und sie sind besonders langlebig. Fündig wirst du hauptsächlich in Unverpackt-Läden oder online.

In einigen Bereichen des Badezimmers gibt es aktuell leider kaum müllfreie Alternativen. So habe ich vor allem für Haar-Styling-Produkte wie Haarspray, Schaumfestiger, Gel & Co. bisher keine Zero-Waste-Artikel gefunden. Aber ich halte natürlich die Augen offen und werde es dich sofort wissen lassen, sollte ich etwas Neues entdecken. Du kannst diesen Blogpost also als eine Art Never-Ending-Story verstehen ;)

*Redaktioneller Post, freiwilliger Inhalt, freiwillige Marken-Verlinkungen.

One comment

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I loved this post. Sustainability has been on my mind lately as well and these look easy enough to incorporate in daily life habits. Thank you for this xx

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